Nationale Konferenz Reformation und Orthodoxie

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Das Institut für Ökumenische Forschung der Universität Lucian-Blaga-Hermannstadt, organisiert ein nationales Symposium zum Thema: Reformation und Orthodoxie, das vom 22.-23. Mai 2017 in Sibiu / Hermannstadt an der Fakultät für Orthodoxe Theologie „Andrei Saguna“ (Mitropoliei-Straße 20) sowie am Institut für Ökumenische Forschung (Mitropoliei-Straße 30) stattfinden wird. Die Vorträge werden in rumänischer Sprache gehalten werden.

Das Symposium gehört zu den Veranstaltungen, die dem 500. Reformationsjubiläum gewidmet sind. Es ist kein Zufall, dass diese Veranstaltung in Sibiu / Hermannstadt, im Herzen Siebenbürgens stattfindet, denn es gibt keine andere Region in Europa, in der sich Orthodoxie, Protestantismus und Katolizismus gleichermaßen jahrhundertelang denselben politischen und geographischen Raum geteilt haben.

            Im Unterschied zu den zahlreichen internationalen akademischen Veranstaltungen, die der Feier des 500. Jahrestags seit dem Anschlag der 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Wittenberger Schlosskirche gewidmet sind, liegt ein thematischer Schwerpunkt unsere Veranstaltung auf der Darstellung der Wechselbeziehungen zwischen Reformation und Orthodoxie. Diese Beziehungen sind sehr alt, und wir möchten darauf hinweisen, dass schon Melanchton bestrebt war, sich mit dem Ökumenischen Patriarchen Joasaph II. (1555-1565) in Verbindung zu setzen.  Zudem hat es einen Schriftverkehr zwischen den lutherischen Theologen aus Tübingen und dem Patriarchen Jeremia II. (1573-1581) gegeben, und im Weiteren ist der Dialog zwischen der Anglikanischen Kirche und dem Ökumenischen Patriarchen Kiril Lucaris (+1638) zu erwähnen, der vom ökumenischen Patriarchen Mitrophan Kritopulos fortgesetzt worden ist. Diese geistigen Begegnungen lassen uns meinen, dass der Dialog zwischen der Reformation und der Orthodoxie schon von aller Anfang an eine Notwendigkeit war. Ebenso würde der weitere Ausbau der Beziehungen zwischen den Protestanten und Orthodoxen, nach unserer Meinung, die Suche nach Antworten auf aktuelle Fragen intensivieren. Zwingende Fragestellungen wären somit: Was können die beiden christlichen Traditionen voneinander lernen? Inwieweit kann die orthodoxe Sicht von der kirchlichen Trennung zwischen Westen und Osten als Schisma gelten? Haben die bisherigen Dialoge zwischen den beiden Konfessionen zu Ergebnissen geführt und wenn ja, in welcher Weise und auf welcher Ebene? Können weitere „Reformations”-Versuche im aktuellen Kontext zur Geltung kommen, insbesondere in einer Kirche wie der orthodoxen, die von vielen als konservatorisch und „traditionalistisch” verstanden wird?

Das sind nur einige von den Fragen, auf die die Beiträge sicherlich wissenschaftlich argumentierte Antworten geben werden. Wir beabsichtigen, die Beiträge in der Nummer 3  der Zeitschrift für Ökumenische Studien Review of Ecumenical Studies –Sibiu (eine von CNCS B anerkannte Zeitschrift, indexiert Ebso, ERIH Plus oder De Gruyter Open) zu veröffentlichen. Die Redaktionellen Richtlinien, die dabei zu beachten sind, finden Sie auf der Website: www.res.ecum.ro/authors-guidelines.

Programm

Organisationskomitee

Wissenschaftlicher Beirat